Zeitarbeit Gesetzgeber

Das Flexibilisierungsinstrument Zeitarbeit befindet sich mal wieder im Fokus gesetzgeberischen Handelns. Namhafte Vertreter der Branche diskutierten mit Hartmut Lüerßen, Lünendonk, über kritische Punkte der geplanten Änderungen, über ihr Selbstverständnis als Personaldienstleister und ihre Zukunftsperspektiven.

Die Wirtschaft kann sich ein Weniger an Flexibilität nicht leisten – das zeigt die nach wie vor rege Nachfrage nach Zeitarbeitnehmern.
Gleichzeitig registrieren die Anbieter jedoch Unsicherheit und Zurückhaltung bei den Kunden. Diese brauchen zwar das flexible Instrument Zeitarbeit, aber da sie ständig mit gesetzlichen Änderungen, Diskussionen über Quotenregelungen und einer kritischen Haltung der Öffentlichkeit konfrontiert werden, zögern sie.
„Sehr gut“, freuen sich da die Kritiker der Zeitarbeit, endlich würden mehr Stammarbeitsplätze entstehen.
„Sehr bedauerlich“, klagt die Branche, denn die Einstellungspraxis von Unternehmen ändert sich durch eine weitere Regulierung nicht, sie suchen und finden dann andere Wege der Flexibilisierung wie beispielweise befristete Arbeitsverträge. Nun soll die Arbeitnehmerüberlassung abermals Einschränkungen erfahren, die – so die Diskussionsteilnehmer – externen Mitarbeitern eher schaden als nützen. Die Branche mit rund 2,5 Prozent Anteil an allen abhängig Beschäftigten in Deutschland schaut mit Sorge auf das aktuelle Vorhaben der Bundesregierung, die das AÜG mal wieder „ausbessern“ will.