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Azubis und junge Berufseinsteiger sind in keiner guten gesundheitlichen Verfassung. Auf diese
Zielgruppe muss sich die Betriebliche Gesundheitsförderung speziell einstellen – auf ihre Lebenssituation
und auf ihr fehlendes Bewusstsein für Gesundheit.

Junge Menschen haben einfach eine andere Philosophie, was ihre Gesundheitangeht. Der „Freibad-Body“ oder der in der Werbung propagierte „definierte Körper“ prägen ihr Bild von „gesund sein“. Bestätigt werden sie durch die Annahme „Ich bin jung, mir fehlt nichts, denn mir tut ja nichts weh“. Mit diesen Worten beschreibt Tom Conrads die „Denke“ von Azubis. Wenn der Geschäftsführer von
Insa Gesundheitsmanagement junge Menschen fragt, wie sie Gesundheit definieren, sagen sie: „Der attraktive Body ist
mein Ziel von Gesundheit.“ Ihr Gesundheitsempfinden und -verhalten hat „wenig bis nichts mit Prävention zu tun“. BGMBerater
Conrads weiß aus der Praxis: Ernährung bedeutet Dose öffnen und zucker- und koffeinhaltige Getränke zu sich nehmen. Die Bewegung spielt sich in dieser Altersgruppe oft vor dem Computer ab, der Medienkonsum verdrängt körperliche Aktivitäten. Alles zusammen wirkt
sich ungünstig auf die Psyche aus: „Unkonzentriertheit, Unzufriedenheit und auch Krankheit sind die Folge, weil sie den Zusammenhang zwischen Lebensstil und Gesundheit noch nicht hergestellt haben.“ …..